Überblick März: Auf ins Neuland

Aktienmarkt: Wachstumsausblick für die Weltwirtschaft stärkt die Aktienmärkte.

Rentenmarkt: Angesichts der in der Nullzinswelt deutlich gestiegenen globalen Verschuldung erscheint die Bandbreite der künftigen Entwicklungen groß – Finanzmarktteilnehmer betreten das Nachkrisen-Neuland.

Aktienmarkt Deutschland

Die Aufholbewegung der globalen Wirtschaft verstetigt sich und führt insbesondere im verarbeitenden Gewerbe zu einer ansteigenden Kapazitätsauslastung, verlängerten Lieferzeiten und niedrigeren Lagerbeständen. Entsprechend gut ist – trotz der schwierigen Corona-Rahmenbedingungen – die Stimmung bei den in diesen Wirtschaftsbereichen tätigen Unternehmen. Dies schlägt sich nicht nur positiv in den Einkaufsmanagerindizes nieder, sondern zeigt sich auch in deutlich über den Erwartungen liegenden Unternehmenszahlen im vierten Quartal. Dank der Impffortschritte und der absehbaren Lockerung der Corona-Restriktionen normalisiert sich das wirtschaftliche Umfeld weiter und wird auch bei den Dienstleistungsunternehmen eine wieder stärkere Geschäftstätigkeit ermöglichen. Die Gewinne der deutschen Unternehmen werden in diesem Jahr stark ansteigen und den Aktienkursen, trotz der zuletzt deutlicher angestiegenen Zinsen, eine gute Unterstützung geben.

Prognoserevision: Aufwärtsrevision der 6- und 12-Monatsprognosen.

Quelle: DekaBank, Makro Research 4. März 2021

Rentenmarkt Euroland

Der Renditeanstieg langlaufender Staatsanleihen geht zu einem großen Teil von den USA aus, wo die Fiskalpolitik deutlich expansiver ist und auch früher mit einer Normalisierung der Geldpolitik gerechnet werden kann. Dass er dennoch so stark auf die Eurozone ausstrahlt, beruht unter anderem auf der unklaren Kommunikation der EZB, denn die Leitzinserwartungen für die kommenden Jahre sind in den vergangenen Wochen markant angestiegen. Vor dem Hintergrund des sich aufhellenden Wachstumsausblicks und etwas höherer Inflationsraten gehen wir nicht davon aus, dass die Renditen langlaufender Bundesanleihen wieder auf die Niveaus von Ende letzten Jahres zurückfallen. Jedoch sollte sich die Versteilerung der Bundkurve verlangsamen, sofern es der EZB gelingt, die Erwartungen über den geldpolitischen Ausstieg unter Kontrolle zu halten.

Prognoserevision: Höhere Renditepfade langlaufender Bundesanleihen.

Quelle: DekaBank, Makro Research 4. März 2021

Devisenmarkt: EUR-USD

Der Euro befand sich gegenüber dem US-Dollar im Februar in einer Seitwärtsbewegung. Dabei pendelte der EUR-USD-Wechselkurs in einem engen Band um den Wert von 1,21. Die stärksten Impulse für die Entwicklung des EUR-USD-Wechselkurses sind in den vergangenen Wochen von den internationalen Rentenmärkten gekommen. Denn in den USA sind die Zinsen im Februar deutlich angestiegen. So erreichte die Rendite der US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr. Dies geschah vor dem Hintergrund der US-Inflationsentwicklung. Da aber auch im Euroraum die Inflationssorgen größer geworden sind und es ebenfalls zu Renditeanstiegen gekommen ist, konnte sich der Euro gegenüber dem US-Dollar behaupten. Es blieb bei einer Seitwärtsbewegung für den EUR-USD-Wechselkurs.

Prognoserevision:

Quelle: DekaBank, Makro Research, 4. März 2021

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